Internationaler Aluminium-Druckguss-Wettbewerb 2010
Der Verband der Aluminiumrecycling-Industrie (VAR) und die Organisation of European Aluminium Refiners and Remelters (OEA) haben gemeinsam einen Wettbewerb für Aluminium-Druckguss durchgeführt. Unterstützt wurden sie dabei vom Verband Deutscher Druckgießereien und dem Fachausschuss Druckguss des Bundesverbandes der Deutschen Gießerei-Industrie (BDG). Dieser Wettbewerb soll der Öffentlichkeit den hohen Qualitätsstand von Aluminium-Druckguss vor Augen führen.
Die Begutachtung und eine Auswahl der zur Prämierung vorgesehenen Gussstücke wurde von einer kompetenten Jury aus Forschung und Praxis vorgenommen. Aufgrund der hohen Qualität und der Vielfalt der eingereichten Gussstücke wurden die Einsendungen in zwei Produktkategorien differenziert, nämlich "Strukturteile" und "Multifunktionale endkonturnah gegossene Teile". Pro Kategorie wurden jeweils 2 erste Preise und ein zweiter Preis vergeben. Für die Bewertung waren maßgebend sowohl die Gussqualität als auch die druckgussgerechte Konstruktion. Außerdem war mitbestimmend, inwieweit durch die Verwendung des Gussstückes der Einsatz von recyceltem Aluminium gefördert wird. Die Präsentation der preisgekrönten Einsendungen erfolgte anlässlich der EUROGUSS (19.–21. Januar 2010) in Nürnberg.
Preisträger Kategorie "Strukturteile"
Preisträger Kategorie "Multifunktionale endkonturnah gegossene Teile"
Die Ergebnisse der letzten drei Wettbewerbe sehen Sie hier.
10. OEA Internationaler Aluminiumrecycling Kongress –
Positive Impulse für das Recycling von Aluminium
Die Auswirkung neuer Antriebstechniken im Automobil auf den Bedarf an Aluminiumgusslegierungen und die Verschlechterung der Rahmenbedingungen für die europäische Aluminiumrecycling-Industrie im internationalen Wettbewerb bildeten Themenschwerpunkte auf dem 10. Internationalen Aluminiumrecycling Kongress der OEA am 2. und 3. März 2009 in Berlin. Zahlreiche Teilnehmer aus 19 Ländern diskutierten mit hochkarätigen Experten aus Industrie, Handel, Verbänden und dem Europäischen Parlament und nutzten die Gelegenheit, sich über Möglichkeiten zur Bewältigung der globalen Wirtschaftskrise mit Kollegen, Lieferanten und Kunden auszutauschen.
Als erhebliche Bedrohung des Aluminiumrecyclings in der europäischen Union wurde vor allem der Emissionshandel gesehen, dem sich nach den Plänen der EU Kommission ab 2013 auch die Sekundäraluminiumhütten unterwerfen sollen.
Die Internationalität des Aluminiumrecyclings wurde durch Beiträge über den aktuellen Stand des Aluminiumrecyclings in Russland, China und Indien unterstrichen. Vorträge zur Schmelztechnik, über eine neue Technik zur Rückgewinnung von Aluminiummetall aus Aluminiumlegierungen, die Verwertung von Aluminium in Flugzeugen, ein Aluminiumprojekt von Jaguar, das Rohstoffpotential der Aluminiumverpackung und die Bedenken gegen Versuche, die Nachhaltigkeit des Aluminiums am Anteil recycelten Aluminiums in Produkten zu bestimmen, dokumentierten die große Bedeutung und die Vielseitigkeit des Aluminiumrecyclings in Europa und der Welt.
Die Dokumentation des Kongresses liegt jetzt als CD-ROM vor und kann bei der OEA bestellt werden.