Aluminium im Kreislauf
Erfassung
Alt- und Neuschrotte werden durch den Metallhandel oder die Schmelzhütten
selbst erfasst.
Aufbereitung
Die erfassten Schrotte werden je nach Beschaffenheit aufbereitet.
Gängige Aufbereitungsverfahren sind z.B. das Sortieren, Schneiden,
Paketieren oder Shreddern. Späne werden getrocknet und gebrochen.
Mittels Magnetscheidung wird freies Eisen entfernt. Aluminium-Skimmings,
ein Gemisch aus Aluminiummetall und Aluminiumoxid, werden gebrochen
oder gemahlen und windgesichtet.
Gattieren
In der Regel computergesteuerte Auswahl und Zusammenstellung von Schrottsorten,
die in ihrer chemischen Zusammensetzung der gewünschten Legierung
möglichst nahekommen.
Schmelzen
Zum Schmelzen der Aluminiumschrotte stehen unterschiedliche Ofentypen
bereit. Schrotte zur Herstellung von Guss-
legierungen werden in Deutschland überwiegend im Dreh-
trommelofen unter einer Decke von flüssigem Schmelzsalz geschmolzen.
Herdöfen in unterschiedlichen Varianten werden für die Herstellung
von Knetlegierungen bevorzugt.
Raffinieren
Der Legierungsproduktion im Drehtrommelofen ist eine Raffinationsstufe
nachgeschaltet. Die erschmolzene Legierung wird hierzu in einen Warmehalteofen
(Konverter) geleitet und dort durch den Zusatz von Raffinationsmitteln
gereinigt.
Qualitätskontrolle
Jede Charge wird in den mit moderner computergesteuerter Analysetechnik
ausgestatteten Werkslaboratorien geprüft
und bei positivem Ergebnis mit einem Zertifikat versehen.
Gießen
Das erschmolzene Aluminium wird entweder zu Masseln vergossen oder
als Flüssigmetall zur Gießerei transportiert. Das Gewicht
der gegossenen Masseln liegt je nach Kokillenform zwischen 4 und 25
Kilogramm. Flüssigaluminium wird in vorgeheizten Thermobehältern
zu den Gießereien transportiert. Dort wird das flüssige
Metall in Speicher-Warmhalteöfen gefüllt und dann unmittelbar
verarbeitet.
Homogenisieren
Wärmebehandlung von Pressbolzen in speziellen Öfen zum Erreichen
einer für die Weiterverarbeitung geeigneten Metallstruktur und
zum Abbau von Gusseigenspannungen.