Aluminium ist ein metallischer Werkstoff,
dessen Eigen-
schaften auch nach seiner Nutzung in einem Produkt nicht beeinträchtigt
werden. Aluminium kann daher bei entsprechen-
der Aufbereitung beliebig oft ohne Qualitätsverlust wieder-
verwertet werden. Der hohe Metallwert bleibt erhalten und bildet einen
ausreichenden wirtschaftlichen Anreiz, das Metall auch tatsächlich
am Ende seiner Nutzungsphase zu erfassen, aufzubereiten, zu schmelzen
und erneut in gleicher bzw. vergleichbarer Weise zu nutzen.
Aluminium, das bei seiner Verarbeitung oder am Ende eines Produktlebens
anfällt, wird zum Sekundärrohstoff, für den es einen
weltweiten Markt gibt. Aluminium in Form von stückigem Schrott,
Spänen, Skimmings etc. wird erfasst, aufbereitet und eingeschmolzen.
Produziert werden Legierungen zur Her-
stellung von Guss, Press- und Walzprodukten. Von der Menge her gering,
für die Stahlwerksindustrie und die Aluminothermie aber von erheblicher
Bedeutung sind Spezialprodukte wie Aluminiumgrieß, Pulver oder
Desoxidationsaluminium.
In Deutschland werden derzeit rund 658.100 Tonnen Guss-
legierungen aus sekundären Vorstoffen hergestellt. Die Pro-
duktion in der EU liegt bei 2,8 Mio. Tonnen.
Die Produktion der unter Verwendung sekundärer Rohstoffe hergestellten
Knetlegierungen kann derzeit nur geschätzt werden. In Europa
dürfte sie bei ca 3,5 Mio Tonnen liegen (einschließlich
Kreislaufschrotte).
Mit der Verwertung von Aluminium befassen sich Metall-
händler, Aufbereiter und Aluminiumschmelzhütten, die als
Produzenten von Guss- und Knetlegierungen am Ende des Verwertungsprozesses
stehen. Zur Aluminiumrecycling-
wirtschaft gehören aber auch die Unternehmen, die die bei
der Produktion anfallenden Salzschlacken und Filterstäube aufbereiten.
Sie tragen dazu bei, dass das Ziel der rück-
standsfreien Verwertung in Deutschland bereits weitgehend erreicht
ist.
Die Wiederverwertung von Aluminium sichert in Deutschland rund 20.000
Arbeitsplätze.